Fahrzeugsicherheit

Die Situation der Kfz-Zulieferindustrie ist durch einen anhaltenden Kostendruck geprägt. Sie reagiert darauf einerseits mit einem Kostensenkungsprogramm, andererseits aber mit neuen Anstrengungen und mit neuen Ideen, die Produkte wettbewerbsfähiger zu gestalten. Die Unternehmen verstärken ihre Entwicklungstätigkeit, so dass in diesem Bereich neue Beschäftigung generiert wird. Per Saldo hat sich die Beschäftigung aber verringert. Diese Tendenzen werden sich nach Einschätzung der Unternehmen auch weiter fortsetzen. Neue Impulse versprechen sich die Fahrzeugsicherheits-Experten von den neuen Entwicklungen, die aktive und passive Sicherheit kombinieren.

Die Kunden schätzen an deutschen Autos vor allem die Technologie, aber auch Qualität und Service. Die deutschen Autobauer entwickeln Sicherheitseinrichtungen immer weiter und stellen dem Fahrer immer ausgefeiltere Assistenzsysteme bis hin zur Teilautomatisierung zur Verfügung. Von der EU kommt zudem die Vorgabe, dass die Zahl der Verkehrstoten weiter gesenkt werden muss. Autos sollen noch sicherer werden.

Die Region entwickelte sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte zu einem Kompetenzzentrum für Fahrzeugsicherheit, das sich bundes-, europa- und weltweit mit den Besten messen kann.

Eine Kerngruppe von Unternehmen aus dem Kompetenznetz Automotive hatte sich entschlossen, mit gemeinsamen Projekten den Bayerischen Untermain als Region der Fahrzeugsicherheit zu positionieren – obwohl sie zum Teil direkte Konkurrenten sind. Dank der von der Firma carhs GmbH ins Leben gerufenen und inzwischen als Marke etablierte Veranstaltung „SafetyWeek“ und den gemeinsamen Anstrengungen der Partner unter Koordination der ZENTEC, kann dieses Vorhaben als Erfolg verzeichnet werden. Konkrete Aktivitäten sind gemeinsame Veranstaltungen für Wirtschaft und Wissenschaft, Maßnahmen, mit denen die Öffentlichkeit angesprochen und bei der Zukunftsgestaltung aktiv eingebunden wird sowie strategische Zukunftsprojekte. Eine zentrale Rolle hatten bei den Aktivitäten Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Fahrerassistenzsysteme und Car2x-Kommunikation.

Ziel dieser Projekte war es, zu demonstrieren, dass über eine Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und anderen Verkehrsteilnehmern bzw. der Infrastruktur und darauf basierenden Assistenz- und Schutzsystemen, substanzielle Fortschritte bei der Unfallvermeidung und Unfallfolgenminderung möglich sind.

Von 2009 bis 2013 wurde schließlich die Forschungsinitiative Ko-FAS, eines der bundesweit größten Vorhaben im Bereich Fahrzeugsicherheit, durchgeführt. Diese Forschungsinitiative wurde von einer Gruppe von 17 Partnern aus Industrie und Wissenschaft - aufgeteilt in drei Verbundprojekte und mit einem Schwerpunkt am Bayerischen Untermain - getragen. Diese Partner sind führende Fahrzeughersteller, Automobilzulieferer, Universitäten, Hochschulen der angewandten Wissenschaften sowie Institute von Forschungsgesellschaften aus ganz Deutschland. Die hoch innovativen Arbeiten wurden zu einem Teil vom Bundesministerium für Wirtschaft finanziert, zum anderen Teil aus Mitteln der Wirtschaftspartner. Die Ergebnisse der Forschungsinitiative Ko-FAS stellen einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum intelligenten, vernetzten und unfallfreien Straßenverkehr der Zukunft dar.

Sowohl diese Ergebnisse als auch die im Projekt gewachsenen stabilen Kooperationsstrukturen bilden eine ideale Basis für weitere Vorhaben. So wurde - ebenfalls unter der Koordination von Unternehmen aus der Region Bayerischer Untermain und aus dem Rhein-Main-Gebiet - ein großes Forschungsvorhaben zur zweiten Generation des hochautomatisierten Fahrens vorbereitet, dass im Juni 2015 startete.

 

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